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Kritik
Quinceañera
von Leonie Groß

Der eine ist schwul, die andere eine schwangere Jungfrau.
Wash Westmoreland und Richard Glatzer haben es geschafft, gleich zwei wie man meinen könnte wundgeredete Themen interessant und mit Liebe darzustellen. Magdalena soll bald, nach der Tradition der Mexikaner, ihre Quinceañera feiern, doch eine Schwangerschaft kommt ihr dazwischen. Ihr Vater will sie nicht mehr sehen und so folgt Magdalena ihrem schwulen Cousin zu ihrem alten Onkel, welcher jeden so annimmt wie er ist. Es baut sich eine Beziehung zwischen den Dreien auf, die ohne große Gestik, aber spürbar mit viel Wärme und Vertrauen ein Zuhause gibt. Immer mehr wachsen sie zusammen. Magdalenas Bauch wird dick und dicker, ihr Cousin verdient Geld, und ihr Onkel sorgt für die beiden. Gemeinsam erleben sie die Trennungen von ihren Partnern. Es scheint so, als übernehme Magdalenas Cousin nicht nur die Verantwortung für das vaterlose Kind, sie werden auf eine ganz besondere Art und Weise ein Paar.

Mit erzählerischer Leichtigkeit bringt der Regisseur dem Zuschauer die Probleme der Jugendlichen nahe, ohne dabei erdrückend zu wirken.
"Quinceañera" ist ein total süßer Film, der einen zum Ort des Geschehens mitnimmt. Mit viel mexikanischer Musik und farbenfrohen Kameraaufnahmen wirkt er verzaubernd.


der Film