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Kritik
Four Weeks in June
von Jean-Marc Montag
Wenn es nach Sandra geht, würde sie ihren Ex am liebsten auf den Mond schießen, doch sie ist mit einer Schere auf ihn losgegangen. Verständlich, denn er hat sie ja schließlich nicht nur um etwas Geld, sondern vor allem um ihr Vertrauen betrogen, denn er ist fremd gegangen. Doch stattdessen, so will es das Gerichtsurteil, muss sie in einer Altkleidersortierung Sozialarbeit verrichten. Dies hat allerdings zur Folge, dass sie in ein Haus ziehen muss, das von Bauarbeitern belagert wird und in dem eine alte Frau wohnt, die auch ziemlich merkwürdig zu sein scheint. Und das ist noch nicht alles, die Bauarbeiter machen tagsüber mit dem Presslufthammer einen Höllenkrach und abends spielt die Oma irgendwelche Swing Platten bis tief in die Nacht. Klingt schrecklich oder? Doch es stellt sich heraus, dass die Oma eigentlich sehr nett ist und man mit ihr über alles reden kann und dass einer der Bauarbeiter, Marek, ebenfalls sehr nett ist. Jedoch hat Marek, da er nur Gastarbeiter ist bald ein Problem und die Oma auch, denn ihre Tochter möchte sie gerne in einem Altenheim sehen.

„Four Weeks in June“ ist ein sehr emotionaler Film, wobei die Charaktere keineswegs künstlich wirken, im Gegenteil, sie wirken sehr authentisch. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Hauptdarstellerin früher schon oft mit Leuten gearbeitet hat, die aus sozialen Randgruppen kommen.
Zusammengefasst betrachtet, ist „Four Weeks in June“ ein wirklich sehenswerter Film.
der Film