14plus: SPIELFILME
Regie: Benjamin Cantu
Deutschland 2011 / 85 Minuten
mit: Lukas Steltner, Kai-Michael Müller, Cristina Do Rego
Sprachen: Deutsch
„Det is hier’n Deckbulle. Den hab ick mit der Hand uffjezogen. Der heißt Philipp. Philipp, wat machst du denn schon wieder? Komm mal her ... fein!“ „Habense keen’ Schiss?“ „Ach, der kennt mich doch, ne Philipp?“
Die Arbeit auf dem Bauernhof ist nicht jedermanns Sache. Marco weiß noch nicht, ob er nach der Prüfung weitermachen soll. Dann ist er Landwirt, muss ein Leben lang früh aufstehen, Ställe ausmisten, Getreide ernten. Als Jacob auftaucht, fehlen Marco die Worte. Zum ersten Mal ist er nicht mehr allein mit seinen Gedanken und entdeckt, dass er auch träumen kann. Nach Berlin abhauen, auf die Freiheit trinken, sich festhalten und spüren – was einem fehlt, kann man nicht immer beschreiben, aber fühlen kann man es.
Humor und Witz hat hier wirklich nicht gefehlt. Neben dem Einblicken ins Agrarwesen blieb die Handlung für mich jedoch weniger interessant. Mir fehlte die Reaktion der Mitlehrlinge im Film. Nicht allein die Wege zur Homosexualität sollten Aufmerksamkeit erwecken können, sondern die Reaktion der Außenstehenden. Homosexuelle werden immer noch als "anders" angesehen und Wenige waren dabei, die verstanden haben, dass es bei Liebe nicht um das Geschlecht, sondern allein um den Menschen geht. Und ob man sich nun bei sexuellen Neigungen festlegen kann und "soll" ist dann auch die Frage.