Cross section: Großartiges teilen

Diese Berlinale hat wieder einmal bewiesen, dass die Cross-Section-Filme mehr als sinnvoll und für Jugendliche überaus wichtig sind. Denn sowohl bei Kplus als auch bei 14plus gehören diese Filme bei den jüngeren Zuschauern zu den am heftigsten diskutierten - und auch die Karten sind heiß begehrt.

von Janus Torp, 16

Es ist ganz einfach schön und wichtig für Kinder und Jugendliche, auch Filme aus anderen Festivalsektionen anzuschauen, zu sehen, dass auch Filme für Erwachsene häufig für Jüngere ansprechend sind. Und natürlich kommt das Gefühl auf, mehr vom Festival mitzubekommen, wenn man in andere Sektionen hineinschnuppern kann.

Dennoch gibt es in den Publikumsgesprächen zu den Cross-Section-Filmen häufig Kritik: „Der Film war ja nicht ganz ohne“, sagen manche, oder: „Ich würde mein Kind da nicht reinlassen.“ Auffällig finde ich hierbei, dass solche Vorwürfe IMMER von Erwachsenen kommen, nie von Kindern, die mindestens genauso zahlreich im Kino vertreten sind und sich freuen, dass man sie ernst nimmt, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, diese Filme anzusehen.

Und das ist nicht nur für das Publikum wichtig, sondern auch für die Macher der Filme. „Ich hätte auch gerne Fragen von unter 21-jährigen“, sagt beispielsweise Debra Granik, die Regisseurin von „Winter’s Bone“, beim Publikumsgespräch. Auch sie genießt die Möglichkeit, ihren Film einem jüngeren Publikum zeigen zu dürfen und die Reaktionen aufzunehmen.

Ich bin deswegen sehr froh, dass die Berlinale die Cross-Section anbietet und hoffe, dass sie es auch weiterhin tun wird, denn letztendlich bedeutet es nur eines: Großartige Filme - für jung und alt.