Victor Stasik

13 Jahre

Über mich...

Ich bin am 17.1.1998 geboren, ich habe dunkelbraunes gelocktes Haar. Seit 2008 gehe ich auf die zweisprachige Moserschule Schweizer Gymnasium. Meine Hobbys sind Segeln, Violine, Zeichnen und Skateboard fahren. Ich lebe mit meiner Schwester, meinen Eltern und einem Hund und meiner Schildkröte in Berlin-Zehlendorf.

Wenn ich die Möglichkeit hätte einen Film zu drehen, währe es eine Dokumentation über den Komodowaran. Er würde auf den Indonesischen Inseln aufgenommen werden, weil dort der Komodowaran lebt. In diesen Film würde ich die Regie und ein paar Sprechrollen übernehmen.

Tita interviewt Victor

Schon als der 12jährige Victor zu spät zu unserer Gruppe stößt, finde ich ihn sympathisch. Noch mehr freue ich mich also, ihn bei unserem Interview näher kennenlernen zu können. Es ist sofort ein interessantes Gespräch. Als Victor genervt, aber auch ein wenig stolz von seiner 16jährigen Schwester erzählt, weiß ich, warum ich mich so gut und angeregt mit ihm unterhalten kann: Der kleine Bruder einer großen Schwester weiß eben Bescheid.

Ich bin erstaunt, als mir Victor von seinen positiven Französischerfahrungen berichtet, diese Sprache findet er nämlich nicht nur als Schulfach „ganz gut“. Auch in seiner Freizeit kommt Victor mittlerweile gut mit französischsprachigen Filmen zurecht, das Wichtigste versteht er. In die Schule geht Viktor gerne, außer vielleicht am Mittwoch, die „blöden Fächer“, die an diesem Wochentag auf seinem Stundenplan stehen, vermiesen ihm den Schultag. Aber zum Glück sind da ja noch die netten Mitschüler und die Lehrer, mit denen Victor gut klarkommt. Gerade, weil ich überhaupt nicht malen kann, bin ich begeistert davon, dass Victor gerne zeichnet. Meistens ganz ohne Ideen versucht er sich an Comics, nicht nur, um Alltägliches zu verarbeiten. Auch gemeine Lehrer werden von ihm dargestellt, worüber ich schmunzeln muss.

Als wir über Haustiere reden, gibt Victor fachmännisch zu, dass eine Schildkröte erstaunlicherweise mehr Arbeit macht als ein Hund. Victor mag Berlin. „Dieser Großstadttrott, der hat schon was“, schwärmt er fast ein bisschen. Die vielen Möglichkeiten und das Grün hier gefallen ihm. Kein Wunder also, dass eine Reise nach New York schon fest in seine Zukunft eingeplant ist. Zugegeben, ich werde ein wenig neidisch, als Victor erzählt, dass er in den kommenden Sommerferien seinen Kumpel in Kalifornien besucht. Bis vor Kurzem noch sah sich Viktor in seiner Zukunft als Broker, aber diese Zukunftsvision hat sich schon wieder erledigt.

Ganz besonders interessiert mich natürlich Victors ausgefallene Filmidee: eine Dokumentation über den Komodowaran, eine giftige Echse auf den Indonesischen Inseln. Das aufgeschlagene Biobuch hat ihn darauf gebracht. Und über die möglichen mit diesem Filmdreh verbundenen Gefahren macht Viktor sich noch keine Gedanken. Schließlich landen wir bei Victors Musikgeschmack: von House über Electro bis hin zu R&B ist alles dabei.  Was ich ganz besonders gut finde: Victor ist wie ich begeisterter The Kooks-Fan. Und woher kennt er diese Indie-Rock-Band? Natürlich von seiner Schwester: „Die hört die immer, und irgendwie fand ich die dann auch ganz cool.“

Was sich Victor von seiner Arbeit als Junger Journalist erhofft? „Viele Regisseure und auch Schauspieler kennenlernen.“

Immer mehr erinnert mich Victor mit den wilden Locken, der ganz modebewusst zum rot - weiß - karierten Hemd einen roten Schal trägt, an meinen kleinen Bruder. Und so freue ich mich darauf, während der nächsten Berlinale noch mehr Gemeinsamkeiten von Victor und mir, aber auch verblüffende Unterschiede zwischen uns zu entdecken. 

Tita beobachtet Victor beim Interview

Mit verschränkten Armen und übergeschlagenen Beinen befragt Victor Alina mit den bunt lackierten Fingernägeln. Sofort ist es ein lockeres Gespräch, bei dem beide viel lachen, womit sie mich immer wieder anstecken. Trotz der sehr speziellen Fragen von Victor antwortet Alina ohne zu zögern - und klingt dabei sehr bestimmt. Während Alina still und gerade sitzt, neigt Viktor immer wieder zu ausschweifenden Bewegungen. Ich habe das Gefühl, dass Victor und Alina sich schnell gut verstehen. Mich begeistert, wie gut Viktor sich in Mädchendingen auskennt und wie Alina humorvoll hinnimmt, wenn Viktor vergisst, sich ihre Antworten aufzuschreiben und ihm seine Fragen entfallen.
Es war interessant, das Gespräch zwischen Viktor und Alina zu beobachten, weil es sich, obwohl es schon entspannt begonnen hat, doch entwickelt hat. Am Ende hätte ich nämlich nicht gedacht, dass die beiden sich erst seit gut 20 Minuten kennen…

 

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