Leben im Meeresparadies

Die Badjo sind ein Volk von Seenomaden und werden von den Festlandbewohnern oft „Menschen des Meeres“ genannt.

von Charlotte Hochegger, 15 und Liv Thastum, 14

In dem indonesischen Film „The Mirror Never Lies“ lebt Pakis mit ihrer Mutter in einem Badjo-Dorf. Dieses Volk lebt in Indonesien, einem Inselstaat im Südosten Asiens.

Die Badjo gehen nur sehr ungern an Land, selbst wenn sie in einen Sturm geraten, und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens auf Booten oder in Pfahlbaudörfern mitten im Meer. Deswegen ernähren sie sich auch hauptsächlich von Fisch in allen erdenklichen Variationen. Tatsächlich ist Indonesien eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt. Allein in den Regenwäldern findet man circa 10.000 Baumarten und über 900 Orchideensorten.

Die Tierwelt bietet unter anderem Wasserbüffel, Fledermäuse, Krokodile, Schlangen, Schildkröten, fantastische Schmetterlinge, Flamingos, Papageien und weiteren 850 Vogelarten. Die Meereswelt ist mit unzähligen bunten Fischarten auch Heimat von Korallen, Muscheln, Schnecken, Delfinen, Barrakudas. Doch die Badjo leben nicht nur im und vom Meer, sie haben auch eine sehr spirituelle Beziehung  zu der See. Sie verehren und huldigen dem Geist des Meeres, der für sie wie eine Art Gott ist.

Die Kulturgeschichte der Badjo ist weitgehend unerforscht, denn nur ein Schamane darf sie weitererzählen. Doch es gibt Legenden, die besagen, dass die Badjo einst an den Ufern des Indischen Ozeans lebten, bevor ein Tsunami sie über den ganzen Ozean verteilte.

Die Kultur der Badjo eröffnet uns eine ganz neue Lebensweise, die uns gänzlich fremd ist und die in unseren nördlichen Meeresregionen auch gar nicht möglich wäre. Sie ist einzigartig und die Berlinale gibt uns die Chance mehr darüber zu erfahren.

Zum Film:

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Meeresspiegel

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