Publikumsgespräch mit der Marialy Rivas

Regisseurin von "Young & Wild"

von Sophia Greiwe, 16 und Paul Trabhardt, 16

P: Die Frage, die ich gerne stellen würde, geht um Zensur. Der Film war toll, ich habe ihn wirklich genossen, ich hab ihn gemocht, aber ich frage mich wie Sie sich mit all dem auseinandersetzen was im Film gezeigt wird oder ob Sie sich in Zukunft mit Zensur befassen müssen?

MR: Für mich ist Sex das Natürlichste was es auf der Welt gibt, deshalb verstehe ich Zensur nicht, denn Gewalt z.B. ist nicht natürlich und wir können sie überall sehen, sogar Kinder können Gewalt sehen... Aber bei Sex muss man sich keine Sorgen machen...  Tut mir Leid, hätten wir die Sexszenen rausgeschnitten, dann wäre es ein sehr kurzer Film geworden...! (Gelächter erklingt im Saal) Um zu Ihrer Frage zurück zu kommen.. Ich finde, dass die Angelegenheit, mit der wir uns viel mehr beschäftigen sollten, nicht die Sexualität ist, sondern die Kirche, welche versucht unser Leben zu beherrschen, dominieren und durchzuplanen.

P: Meine Frage ist, auf welche Art ein Film, wie wir ihn gerade gesehen haben und welcher buchstäblich nackt ist, in Chile angesehen wird. Es ist etwas anderes, ihn hier auf den Filmfestspielen zu sehen, aber wie glauben Sie ist die Reaktion in Chile?

MR: Ich finde es sehr interessant, was zur Zeit in Chile los ist: Es  gibt die Jugendbewegung, welche wirklich sehr frei ist; ich finde dieser Film handelt auch darüber. Deshalb denke ich, dass es das eine Chile gibt, welches sehr bereit für diesen Film ist, aber es gibt auch das andere Chile, welches sehr konservativ ist. Wahrscheinlich werden sie sehr verärgert sein, aber dieses Thema zu behandeln wäre gut für unsere Gesellschaft. Wenn wir das schaffen würden, wäre ich sehr froh und stolz!

Zum Film:

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Joven & Alocada

14plus: SPIELFILME

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