Interview mit dem Regisseur Jan Soldat
Der Regisseur ist ein netter Kerl mit einem lustigen Dialekt, dem ich aber leider keinem bestimmten Teil von Deutschland zuordnen kann. Die beiden Haupdarsteller (Brüder, genau wie im Film) sind auch dabei und helfen bei der Beantwortung der Fragen.
JJ: Woher kam die Filmidee?
JS: Naja, Ideen die sind eben irgendwann einfach da... Also, die Grundidee war halt schon immer, dass es um zwei Brüder geht, die wresteln, der eine wird verletzt und der Jüngere kann mit dem Unfall nicht umgehen. Es geht halt um seinen Konflikt und um seine kindlichen Rachepläne.
JJ: War das häufige Product Placement gezielt, oder waren Adidas-Tasche und Co. Nur Zufall ?
JS: Ne ne das war kein gezieltes Product Placement. Markensachen spielen in dem Alter eben eine Rolle. Womit Jugendliche heutzutage so an Werbung beballert werden. Das wirkt sich doch schon irgendwo aus...
JJ: Könnten Sie mir etwas zu Drehzeit und Drehort sagen ?
JS: Der Film spielt in Schönfließ und in Henningsdorf, und gedreht haben wir 3 Wochen lang.
JJ: Manche sagen, es wäre rohe Gewalt, andere meinen es wäre nur Show, aber was ist Wrestling denn wirklich?
JS: Es ist ein Zwischending... eine Mischung aus Kampf und Spiel. Die Wrestler übertreiben auch immer gerne ein bisschen. Es soll natürlich möglichst dramatisch aussehen.
JJ: Viele Szenen im Film fanden bei den alten Bahnschienen statt.. hat das einen besondern Grund?
JS: Jaja, also wir haben 5000€ von der Deutschen Bahn bekommen... Nee, war bloß Spaß. Das mit den Schienen hat jetzt keene sone krasse Symbolik gehabt. Das ist halt nur der Platz, wo die Jungs sich immer treffen und abhängen.
JJ: Noch eine letzte Frage: Wie haben Sie die Schauspieler gecastet? Waren das Profis, keine Profis, Freunde?
JS: Naja, ich hab halt jede Rolle mit Leuten aus dem Ort und aus dem Freundeskreis besetzt. Ich habe halt zuerst die Menschen gecastet und dann hab ich das Drehbuch an die Menschen angepasst.
Ich bedanke mich für das Interview, hinterlasse Jan eine Visitenkarte der Jungen Journalisten und verabschiede mich.


