„Schließlich werden unsere Kinder die nächsten Erwachsenen sein!“
Interview mit der Regisseurin Marija Apchevska von "Bando"
JJ: Wie haben Sie die Idee für diesen Film bekommen?
MA: Als ich ein kleines Mädchen war, starb mein Opa. Seitdem war ich auf vielen Beerdigungen. Das ist nie schön. Ich habe ein Bild in der Zeitung gesehen. Dort waren viele Luftballons darauf. Und so bin ich irgendwie auf die Idee gekommen diesen Film zu drehen.
JJ: Drehen Sie immer Kurzfilme?
MA: Ich habe gerade mit diesem Film meine Akademie abgeschlossen. Ja, bis jetzt waren alle Filme die ich gedreht habe Kurzfilme.
JJ: Wie lange haben Sie an Ihrem Projekt gearbeitet?
MA: Wir habe sechs Tage gedreht, und alles in allem waren es glaube ich eineinhalb Jahre.
JJ: Wie haben Sie die Schauspieler gefunden?
MA: Wir hatten sehr viele Castings in Schulen. Am Anfang hatten wir so 100 Bewerbungsfotos und Lebensläufe. Dann haben wir aussortiert. Und die Auswahl wurde kleiner und kleiner. Letztendlich haben wir uns für Marija entschieden. Sie war sechs, als wir sie auswählten und hat perfekt in die Rolle gepasst. Sie wäre auch gerne hier gewesen, aber Berlin ist doch zu weit weg.
JJ: Welche Botschaft wollten Sie den Zuschauern mitgeben?
MA: Ich wollte ihnen zeigen, dass es ein schöneres „letztes Aufwiedersehen“ gibt als ein ausschließlich schwarzes. Natürlich weint man und ist traurig. Ich finde es nicht richtig, Kinder von allem fern zu halten, schließlich werden sie die nächsten Erwachsenen sein.


